Ostereier mit Nest

 

 

2007 war ein phantastisches Osterwetter

 

und Barbara überraschte mich mit diesem wunderbaren Ostereier-Nest. Die Idee mit dem Grasbüschel (von Weizen) im Nest stammt aus dem Kinderladen. Die sonstigen Beiwerke des Nests verschaffte sich Barbara aus dem Frühlings-Garten rund um unser Haus.

 

 

 

 

 

 

 

Die kleinen Narzissen links am Rand habe ich selber noch für das Foto dazu gelegt. Sie sind übrigens sehr wohlriechend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in die Werkstatt:

 

 

1. Zunächst der Nestbau:

 

Wie man erkennt, hat Barbara das Nest auf einer großen Glasplatte arrangiert:

 

 

 

 

Frühlingsgrün (Ostergras, Moos) und Gelb (Narzissen, Forsythien) sind wichtige Farben, damit die Eier schön zur Geltung kommen. Ein paar blaue Tupfer von Vergißmeinnicht oder auch Veilchen machen sich noch gut dazwischen. Einfach dazwischengesteckt halten die Blüten allerdings nur einen Tag. Man kann sie aber auch in einer kleinen Vase ins Nest stellen.

 

Hinter dem Tempelchen sieht man die gelbe Forsythie, die in das Nest Eingang gefunden hat. Im Gras sind die Narzissen. Hinten vor dem braunen Grasbüschel stehen die kleinen wohlriechenden Narzissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Umrandung hat Barbara dünne Birkenzweige zu einem Kreis gelegt. Denn Birkenzweige sind sehr beweglich und deswegen gut formbar: Man formt mehrere dünne Zweige zu einem Strang, legt diesen um den Tellerrand und verflechtet einzelne Zweigenden mit den übrigen Zweigen, um dadurch eine gewisse Stabilität des Ringes zu erreichen - und zwar möglichst (zur Vertuschung der Nahtstelle) hinter dem Grasbüschel.

Man kann statt der Birkenzweige auch Weidenzweige nehmen.

 

 

 

 

 

Die Birkenzweige stammen von unserer Birke im Vorgarten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kleinen blauen Blümchen im Nest sind Vergißmeinnicht - ebenfalls aus unserem Vorgarten. Sie wachsen unter der Birke:

 

 

 

 

 

 

 

Die kleinen Tannenzäpfchen im Nest stammen von der Lärche des Nachbargartens:

 

 

 

 

Die Äste mit den Lärchenzapfen fallen im Winter auf unser Grundstück:

 

 

 

 

 

 

 

Das Osternest hat Barbara mit Moos ausgepolstert. - Es ist übrigens eine der sonnigsten Erinnerungen meiner Kindheit (mit ungefähr 8), als ich an einem Ostersonntagmorgen neben einem Waldweg unter hohen Fichten mir sattes dunkelgrünes Waldmoos ausgrub für das Ostereiernest, das mir meine Mutter bereitete.

 

 

 

 

Auch das Moos stammt natürlich aus unserem Garten. Wir haben eher zu viel als zu wenig davon. An manchen Stellen verdrängt es regelrecht das Gras. Hier sieht man Barbaras Moos-Claim:

 

 

 

 

 

 

 

Das Ostergras

ist eigentlich kein Gras, sondern Weizen. 2 1/2 Wochen vor Ostern muß man beginnen und Weizenkörner (gibt es Kiloweise in Bio-Läden zum Brot selber backen) 24 Stunden in einer Schüssel in Wasser einweichen, damit sie etwas aufquellen. Dann die gequollenen Weizenkörner in Blumenerde säen. Man kann dazu Schalen in beliebiger Größe verwenden. Sie müssen jedoch einen Rand von mindestens 2,5 cm Höhe haben. Im Kinderladen werden Blumenuntersetzer aus Ton genommen. In ihnen wachsen dann die Osternester der Kinder heran (vgl. Foto unten). - Zunächst Blumenerde ca. 2 cm hoch einfüllen und leicht andrücken. Auf diese Erdschicht die Weizenkörner streuen und verteilen, sodaß man kaum noch was von der unteren Erdschicht sieht. Dann noch mal wenig Erde oben drauf auf die Weizenkörner streuen, daß sie gerade so bedeckt sind und leicht andrücken. Diese zweite Erdschicht ist wichtig, damit die Körner nicht so schnell austrocknen. - Jetzt noch vorsichtig von oben mit Wasser begießen und auf eine Fensterbank in der Wohnung stellen, damit sie Licht bekommen. - Täglich gießen. Die Erde soll nicht austrocknen, aber auch nicht im Wasser schwimmen.

Barbara hat dann für Ostern das mittlerweile hoch gewachsene Gras samt Wurzeln aus der Tonschüssel herausgenommen und auf den großen Glasteller umgesetzt.

Hier sieht man das klassische Osternest des Kinderladens. Der Osterhase benutzt  diese Gräser in der Tonschüssel, um seine Eier und sonstigen Geschenke hineinzulegen. Er glaubt tatsächlich, dies wäre ein richtiges Osternest!

 

 

 

 

 

 

 

2. Färben der Ostereier:

 

Barbara verwendet Naturfarben, die es in kleinen Tütchen vor Ostern in der Apotheke  gibt. -  Den Tüteninhalt jeweils in ca. 1 Liter Wasser aufkochen und die Eier dann 10 min. darin kochen. Am besten verwendet man einen alten Topf wegen möglicher Verfärbungen des Topfes. - Am schönsten werden die Farben bei weißen Eiern, manche Farben werden aber auch mit bräunlichen Eiern ganz gut.

Nicht zu vergessen: Zum Schluß nach dem Färben die Eier mit ganz wenig Olivenöl mit Küchenkrepp einreiben, damit sie schön glänzen.

Die Farben im Einzelnen:

1. Cochenillen:

Ergibt leuchtendes Lila bzw. Pink. Sehr gut! - Cochenillen sind Läusepanzer. In einer Packung ist nur relativ wenig drin. Der Farbstoff färbt aber super. -  Es sollten übrigens nur weiße Eier verwendet werden.

 

 

2. Rotholz:

Ergibt ein schönes Rotbraun. Für diese Farbe verwendet Barbara sowohl weiße (links) als auch die bräunlichen Eier (rechts).

 

 

3. Blauholz:

Ergibt ein wunderbares Dunkel-Aubergine.  Auch für diese Farbe verwendet Barbara sowohl weiße Eier (links) als auch bräunliche Eier (rechts).

 

 

4. Gelbholz:

 

Hier wieder rechts ein braunes Ei und links ein weißes zum Vergleich:

 

 

 

Barbara wollte ein leuchtendes Gelb, was nun aber leider nicht herauskam. Insofern ist diese Gelbholz-Farbe relativ uninteressant, weil der Unterschied zu gewöhnlichen braunen Eiern nicht mehr besonders groß ist. Da kann man sich die Färberei eigentlich sparen.

 

 

 

5. Mate-Blätter:

Sie erzeugen eine hellgrünliche Farbe - besser als gar nix. Barbara benutzt dazu nur weiße Eier. - Überhaupt ist es schwierig, vor Ostern weiße Bio-Eier zu kriegen. Man sollte sich rechtzeitig damit eindecken!

 

 

 

 

 

Irgendwann müssen sie ja mal aufgegessen werden - so weh es einem um die schönen Farben tut!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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